Die Gründung
Aus der Jung-Kolpinggruppe und einem ersten Faschingsauftritt entsteht der Spielmannszug. Am 22. Oktober wird das Gruppenfoto aufgenommen.
1966–2026 · Ein Jubiläum bei Kolping
Ein Anlass, auf sechs Jahrzehnte Musik, Begegnungen und gelebte Gemeinschaft zurückzublicken – und den Menschen zu danken, die diese Geschichte geschrieben haben.
1966 entstand innerhalb einer Jung-Kolpinggruppe die Idee für einen Spielmannszug. Karl Aschenbrenner griff diesen Gedanken auf. Nach einem scherzhaften Auftritt mit einer kleinen Gruppe beim Moosburger Faschingsumzug 1966 wurde aus der Idee ein ernsthaftes Vorhaben.
Unterstützung erhielt Karl vom damaligen Bürgermeister Oscar Hertel und vom Kolping-Präses Ernst Maier. Instrumente wurden zunächst aus eigenen Mitteln angeschafft und die ersten Proben begannen.
Am 22. Oktober 1966 entstand im Kolpingheim ein heute historisches Foto der Gründungsmitglieder. Der erste offizielle Auftritt folgte im Mai 1967 bei einer Veranstaltung der Raiffeisenkasse in Bergen.
In den folgenden Jahrzehnten gehörten Festumzüge und Vereinsveranstaltungen zur Geschichte der Gruppe. Flöten, Trommeln, Lyra und Fanfaren prägten ihren Klang. Die Uniformen wurden mehrfach erneuert, die Moosburger Stadtfarben Rot und Weiß blieben erhalten.
Wenn der Spielmannszug unterwegs war, kamen oft auch andere Kolpingmitglieder mit: zu Auftritten, Spielmannszugtreffen und weiteren gemeinsamen Unternehmungen. Das Musizieren und das Miteinander gehörten zusammen.
Einige Meilensteine aus der historischen Dokumentation.
Aus der Jung-Kolpinggruppe und einem ersten Faschingsauftritt entsteht der Spielmannszug. Am 22. Oktober wird das Gruppenfoto aufgenommen.
Im Mai spielt die Gruppe bei einer Veranstaltung der Raiffeisenkasse in Bergen. Die erste Uniform wird angeschafft.
Der Spielmannszug begleitet die Vereinsgeschichte auch im Jahr des hundertjährigen Bestehens der Kolpingsfamilie Moosburg.
Historische Gruppenaufnahmen zeigen den Spielmannszug in Ramsau bei Berchtesgaden.
Das Erscheinungsbild ändert sich. Rot und Weiß bleiben die Farben des Spielmannszugs.
Edmund Oswald übernimmt die Leitung. Schon seit 1970 hatte er Aufgaben im Spielmannszug wahrgenommen.
Die nächste Uniformgeneration orientiert sich an der Landsknechttracht.
Ein guter Anlass, zurückzublicken und allen Wegbegleitern für ihren Einsatz zu danken.
Karl Aschenbrenner war einer der Menschen, die die Kolpingsfamilie Moosburg über Jahrzehnte besonders prägten. 1948 wurde er zum Senior des Vereins gewählt. Beim Aufbau und bei der Erweiterung des Kolpingheims engagierte er sich tatkräftig. 1966 gründete er den Spielmannszug und leitete ihn über viele Jahre.
Sein Einsatz galt aber nicht nur den Spielleuten oder den Jugendlichen, sondern allen Mitgliedern der Kolpingsfamilie . Er hatte ein offenes Ohr, kümmerte sich um Menschen und hielt die Gemeinschaft zusammen. Ein damaliges Mitglied erinnert sich an ihn als die „Mutter der Kompanie“ .
Auch die kleinen Gesten sind unvergessen: Wenn Mitglieder im Kolpingheim zusammensaßen, spendierte Karl schon einmal eine Pizza oder Brotzeit. Für viele war er nicht nur Organisator, sondern jemand, auf den man sich verlassen konnte.
Wir erinnern uns mit Dankbarkeit an sein Engagement, seine Menschlichkeit und seine Verbundenheit mit unserer Kolpingsfamilie.
Unser Dank gilt allen, die den Spielmannszug seit 1966 mitgestaltet haben: den Gründungsmitgliedern, den Musikerinnen und Musikern, den Ausbildenden, ihren Familien sowie allen, die diese Tradition begleitet und unterstützt haben.
Historische Quellen: Chronik aus dem Vereinsarchiv und Alt-Moosburg . Persönliche Erinnerungen ergänzen die Chronik. Die dort genannten früheren Mitgliederzahlen und Kontaktdaten sind keine aktuellen Angaben.